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Jens Reich | Redner & Perspektiven - Die internationale Redneragentur
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Jens Reich

Mögliche Themen:

  • Embryonenforschung, Humangenetik, Genomforschung
  • Ethik
  • Ethische Probleme moderner Biomedizin
  • Medizin
  • Prozess deutsche Einigung
  • Was bringt uns zukünftige Medizin?
  • Welche persönlichen Entscheidungen auf dem biomedizinischen Gebiet werden uns begegnen (den Alten, besonders aber den Jungen)?
  • Wie müssen wir politisch reagieren, auf Entwicklungen, die unaufhaltsam global ablaufen?
  • Wie wird das Selbstbild des Menschen beeinflusst?
  • Wird es zwei Arten Menschen geben: "natürlich“ und genetisch "Optimierte"?

Veröffentlichungen:

  • Liebling, Du hast die Katze geklont!: Biotechnologie im Alltag (2004)
  • Es wird ein Mensch gemacht. Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik (2003)
  • "Deutschland - Chance und Risiko" (1994).
  • "Abschied von den Lebenslügen. Die Intelligenz und die Macht" (1992)
  • "Rückkehr nach Europa. Zur neuen Lage der Deutschen Nation" (1991)

Prof. Dr. Jens Reich

Molekularwissenschaftler und Bürgerrechtler
Jens Reich

Prof. Jens Georg Reich ist ein deutscher Biologe. Bekannt geworden ist er vor allem als Bürgerrechtler in der untergehenden DDR während der Wendezeit. 1994 war er von den Grünen nominierter Bundespräsidentenkandidat.
Nach dem Studium der Medizin und Molekularbiologie an der Berliner Humboldt-Universität arbeitete er zunächst als Assistenzarzt in Halberstadt. Nach einer zusätzlichen biochemischen Facharztausbildung in Jena arbeitete er wissenschaftlich - ab 1968 am Zentralinstitut für Molekularbiologie in Berlin-Buch. Reich wurde 1964 in Berlin promoviert. 1980 wurde er Professor für Biomathematik und vorübergehend Abteilungsleiter am Zentralinstitut für Molekularbiologie. Er verlor die Abteilungsleiterposition 1984, da er sich weigerte, seine Westkontakte abzubrechen und mit dem Staatssicherheitsdienst zusammenzuarbeiten. Unter dem Pseudonym „Thomas Asperger" veröffentlichte er in der europäischen Zeitschrift „Lettre International" Artikel, die das politische System des Ostblocks einer satirischen Kritik unterzogen.
1970 gründete er einen „Freitagskreis", der aus rund 30 Oppositionellen bestand, die sich heimlich trafen und eine kritische Analyse des Systems vornahmen. Alles wurde vom Ministerium für Staatssicherheit durchleuchtet, die ein geheimes Ermittlungsverfahren („OV“) gegen ihn einleitete. Im September 1989 war er einer der Autoren und Erstunterzeichner des Aufrufs „Aufbruch 89 - NEUES FORUM“, der zur Gründung des Neuen Forums führte. Am 4. November 1989 war er einer der Redner auf der größten Demonstration der Wendezeit auf dem Alexanderplatz in Berlin. Nach der Volkskammerwahl am 18. März 1990 war er Abgeordneter der einzigen frei gewählten Volkskammer der DDR. 1991 erhielt er die Theodor-Heuss-Medaille stellvertretend mit anderen für „Die friedlichen Demonstranten des Herbstes 1989 in der damaligen DDR“. 1994 wurde er von einer unabhängigen Initiative als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten vorgeschlagen und durch Bündnis 90/Die Grünen dann nominiert.
1991 kehrte Reich in die Forschung zurück. Er ging in die USA, wurde dann Gastprofessor am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und später Forschungsgruppenleiter am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin. Hier beschäftigte er sich bis zu seiner Emeritierung 2004 mit der Genom-Forschung.
Reich gehörte seit der Gründung 2008 bis 2012 dem Deutschen Ethikrat an und war seit 2001 bereits Mitglied in dessen Vorläufer, dem Nationalen Ethikrat. Seit 1990 ist er Mitherausgeber der politisch-wissenschaftlichen Monatszeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 2009 erhielt Reich den Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis, der vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina erstmals vergeben wurde. Im selben Jahr wurde Reich mit dem Schillerpreis der Stadt Marbach am Neckar ausgezeichnet.
Sein heutiges politisches Engagement ist auf den sozialen Nutzen und die Gefahren der Gentherapie als lebhaft diskutierten Gegenstand der Molekularen Medizin fokussiert. Reich spricht davon, dass die gewaltfreie Revolution von 1989 ein seltenes Zeugnis historischer Vernunft der Bevölkerung war, das zur Beendigung des Kalten Krieges in Europa entscheidend beitrug. Dass man zum Verlauf der Vereinigung kritisch Stellung beziehen muss, ändert nichts an diesem Urteil. Reich fordert, dass die Wissenschaft sich einer verständlichen und aufklärenden Darlegung ihrer Entwicklungen stellen muss und nicht im Elfenbeinturm eingeschlossen sein darf. Wichtig ist der Blick in die Zukunft.

Mögliche Themen:

  • Embryonenforschung, Humangenetik, Genomforschung
  • Ethik
  • Ethische Probleme moderner Biomedizin
  • Medizin
  • Prozess deutsche Einigung
  • Was bringt uns zukünftige Medizin?
  • Welche persönlichen Entscheidungen auf dem biomedizinischen Gebiet werden uns begegnen (den Alten, besonders aber den Jungen)?
  • Wie müssen wir politisch reagieren, auf Entwicklungen, die unaufhaltsam global ablaufen?
  • Wie wird das Selbstbild des Menschen beeinflusst?
  • Wird es zwei Arten Menschen geben: "natürlich“ und genetisch "Optimierte"?

Veröffentlichungen:

  • Liebling, Du hast die Katze geklont!: Biotechnologie im Alltag (2004)
  • Es wird ein Mensch gemacht. Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik (2003)
  • "Deutschland - Chance und Risiko" (1994).
  • "Abschied von den Lebenslügen. Die Intelligenz und die Macht" (1992)
  • "Rückkehr nach Europa. Zur neuen Lage der Deutschen Nation" (1991)